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Was sind Technische Böden?
„Technische Böden“ bilden ein Planungsverfahren, über das die planerischen Lösungen zur technischen Veränderung von Aushubböden oder mineralischen Abfällen erarbeitet werden, so dass sie ihre Funktion als optimaler Baustoff erfüllen und innerhalb der Baustelle wieder eingesetzt werden können. Diese Vorgehensweise führt dann zu einer Maximierung des Wirtschaftlichkeitsaspektes.
Grundlagen für Anforderungen an die Erarbeitung fachplanerischer Lösungen:
Für die Beurteilung einer Gründungslösung sind regelmäßig 3 Aspekte zu betrachten:
- Baugrund, einschließlich Grundwasserverhältnisse
- Bauwerk (Lasten, Schwingungen, Wärmeableitung, etc.)
- Gründungselement als Bindeglied zwischen dem Baugrund und dem Bauwerk
Der Baugrund, das Bauwerk und das Gründungselement lassen sich durch Bodenkennwerte charakterisieren. Dabei sind die Kennwerte des Baugrundes ebenso gegeben (der Baugrund ist nun einmal so, wie er ist), wie auch die Anforderungen an die Kennwerte aus dem Bauwerk (z.B.: aufzunehmende Lasten). Die Kennwerte vom Gründungselement müssen ermittelt werden, mit dem Ziel, dass das Gründungselement mindestens über die technische Nutzungsdauer seine Funktion behält.
Für die Erstellung einer Fachplanung Technische Böden werden die folgenden Mindestinhalte für sinnvoll erachtet:
- Prüfung der Vollständigkeit des Baugrundgutachtens, Plausibilitätsprüfung
- Ermittlung der für das Bauvorhaben relevanten Parameter aus dem Baugrundgutachten (Boden, Grundwasser)
- Ermittlung des Baugrund- und Baurisikos aus dem Baugrundgutachten• Ermittlung der für das jeweilige Bauvorhaben geforderten Parameter für die End- und Gebrauchseigenschaften (z.B.: Tragfähigkeit (dynamische, statische Lasten), Schadstoffimmobilisierung, Setzungsverhalten, Wasserdurchlässigkeiten, Wärme- und elektrische Leitfähigkeiten, schwingungsdämpfende Eigenschaften, etc.)
- Vorplanung und Vordimensionierung der Gründungslösung
- Vorstatiken, bei komplexeren Gründungslösungen FEM
- Ermittlung und Beschreibung der benötigten Einbautechnologie
- Ermittlung und Beschreibung der logistischen Erfordernisse
- Gegebenenfalls CO2-Bilanzierung
- Angaben für die Herstellung des Technischen Bodens
- Angaben zum Transport des Technischen Bodens
- Angaben für den Einbau des Technischen Bodens
- Festlegung der Gütesicherung (Art und Häufigkeit)
Welche Vorteile haben Technische Böden?

Geringere Kosten

Bessere CO2 Bilanz

Kürzere Bauzeiten

Weniger Transporte

Bessere Qualität
Bei Technische Böden ist eine hohe Wirtschaftlichkeit immer dann gegeben, wenn der vor Ort gewonnene Aushubboden nach ggfs. einer technischen Anpassung als Baustoff innerhalb der Baustelle wiederverwendet werden kann.
Neben den Transport- und Entsorgungskosten für die Entsorgung des Aushubbodens entfällt dann auch die Beschaffung von Baustoffen, was zu einer erheblichen Ressourcenschonung führt und drastisch Kosten einspart.
Zur Qualitätssicherung von Technische Böden

